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Es war einmal das erste Haus am Platz

von Andreas Schnell

Bremerhaven, 19. März 2011. Sie werden an eine Hotelzimmertür gebracht. Sie werden erwartet. Ein Mädchen, vielleicht elf oder zwölf Jahre alt, öffnet die Tür, bittet Sie, Platz zu nehmen, und beginnt zu erzählen. Sie war einst die Disco-Queen, sogar in der Zeitung sei sie gewesen, man habe das doch sicherlich auch gelesen. Dann die Jahre in London, wie sie dann ihren Mann kennen gelernt habe... Ob sie wohl noch in ihre alten Ballerina-Outfits passen würde? Und jetzt wollen wir ein bisschen tanzen. Sie schaltet den archaischen Cassettenrecorder an und tanzt. Sie bittet ihren Gast, mitzutanzen. Dann aber verliert sie die Lust daran. Geht ans Fenster und versucht, den Vollmond zu sehen. Aber da ist nur die Fassade eines Elektronikkaufhauses. Bremerhaven sei aber schon eine tolle Stadt. Warum? "Die Aussicht – manchmal." Es klopft an der Tür, Zeit zu gehen, eine Karte müssen Sie noch ziehen, dann müssen Sie gehen. Die Karte weist den Weg zu einem weiteren Hotelzimmer, einer anderen Geschichte.